Das es mittlerweile schon so viele Begriffe wie Brathendl, Debreziner gibt für ein und das selbe, ist schon erstaunlich. Sei es wegen den verschiedenen Dialekten oder auch wegen Anglizismen. So ist es nämlich auch hier bei der Blunzengröstl. Dieser Begriff wird hauptsächlich in Österreich verwendet und verliert mit den Grenzen auch ihre Verwendung. Der meist benutzte Begriff dafür ist dann eher Blutwurst. Egal in welchem Bundesland, unter Blutwurst weiß so gut wie jeder, was damit gemeint ist. Weitere Begriffe für diese eine Wurst sind auch Rotwurst, wegen ihrer charakteristischen Farbe, Topfwurst, Griebenwurst oder auch Blunzen, was auch in Teilen Österreichs verwendet wird. Warum diese Wurstspezialität nun ausgerechnet Blutwurst oder Blunzengröstl heißt, sollte eindeutig sein. Diese besteht nämlich zum größten Teil aus gewürztem Blut vom Schwein und anderen Zutaten wie Fett, Schwarte oder Speck. Wem es schmeckt, kann diese auch so gut überall wie bei einem Schnitzel Lieferservice bekommen, da die Blunzengröstl schon so gut wie Welt bekannt ist, aber wem allein schon der Name ausreicht um einen Würgereiz zu bekommen, sollte es lieber gleich lassen. Blunzengröstl ist eben nicht für jeden etwas!
Diese Wurstspezialität hat einen hohen Fett und Blutanteil. Die Grundmasse besteht hierbei zu 70% aus verkochter und zerkleinerter Schweineschwarte und zu 30% aus frischem Blut. Je nachdem wie man diese dann gerne zubereitet können dann noch individuelle Mengen von Vorgegarten Speckwürfeln, Innereien, Zwiebeln, Grütze und Sahne dazu gegeben werden. Diese Masse wird noch mit Majoran und Thymian gewürzt und kalt erhitzt und kalt gestellt, damit diese dann auch ihre typische Farbe bekommt und fest wird. Die Blunzengröstl wurde schon damals in der Antike bekannt und wurde von Kriegern noch auf dem Schlachtfeld wie Fasan zubereitet. Bei Kämpfen zweier Menschen in dieser Zeit ging es somit wortwörtlich um die Wurst, da der Sieger hier kein Preisgeld bekam, sondern ein mit Schweineblut und Fett gefüllten Schweinemagen. Zu den Zeiten Roms wollten Sie dann mit der Blunzengröstl verschiedene Götter verehren wie Faunus, dem Gott der Fruchtbarkeit und wurde hauptsächlich zum Fest von Lupercalia serviert. Auch im Mittelalter wollten die Bürger nicht auf Krautfleisch verzichten, auch nicht, als Sie wegen ihrer heidnischen Brauchtümern verboten wurde. Das hat sich dann auch bis heute nicht verändert, sodass die Blunzengröstl noch sehr oft serviert wird. Wecken Sie jetzt auch Ihre Blutlust und probieren Sie diese köstliche Wurst. Es ist Ihnen auch garantiert, dass Sie nicht das Gefühl von einem Blutgeschmack haben werden, natürlich nur wenn Sie jetzt nicht ausnahmslos daran denken. Nehmen Sie diese einfach als sehr Fetthaltige Wurst und mehr nicht.
Natürlich können Sie die Blunzengröstl auch verschieden variieren. Mal zum Frühstück auf das Brot, einfach mal so eine kleine Scheibe kalt als Zwischenmahlzeit genießen oder auch als Teil des Landmann Barbecue verwenden. So gehört diese zum Beispiel auf jeden Fall auf die Barbecue neben Leberwurst und Schweinebauch. Wenn Sie diese auch mal warm genießen wollen, dann am Besten mit Kartoffelbrei beim Schnitzel bestellen. Diese Gerichte mit Blunzengröstl bezeichnet man dann in den meisten Fällen als Himmel und Erde oder Tote Oma. Probieren Sie es mal aus und denken Sie mal für eine Minute nicht daran, wie viel Blut darin steckt!