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Tagliatelle

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Tagliatelle

Tagliatelle

Bei Tagiatelle handelt es sich um eine norditalienische Nudelsorte. Der Nudelteig wird für Tagliatelle in lange, etwa fünf bis zehn Millimeter breite Streifen geschnitten. An diesen Nudelbändern bleibt die Soße besonders gut haften. Das macht sie ideal für würzige Fleisch-Ragouts oder dicke Gemüsesoßen.

Was ist Tagliatelle?

Italien, das Mutterland der Pasta, hat eine riesige Bandbreite an unterschiedlichen Nudelsorten zu bieten. Alleine bei den Bandnudeln ist es schwer, den Überblick zu behalten. Die Zuordnung der Nudel zu einer bestimmten Sorte erfolgt vor allem über die Breite. Tagliatelle liegen mit ihren fünf bis zehn Millimetern dabei ziemlich genau in der Mitte. Pappardelle sind deutlich breiter, Fettuccine etwas schmaler. Und Linguine, Bavette und Tagliolini sind so schmal, dass sie an flache Spaghetti erinnern.
Der Name Tagliatelle stammt von dem italienischen Verb “tagliare”. Das heißt auf Deutsch so viel wie “schneiden” und bezieht sich damit auf die Herstellung der Nudel. Der Nudelteig besteht aus Hartweizengrieß und je nach Rezept auch Ei. Für Tagliatelle wird der Teig idealerweise auf einen Millimeter Stärke ausgerollt und dann in gleichmäßig breite Bänder geschnitten. In der Handelskammer von Bologna finden sich die “ideale Tagliatelle” sogar als goldenes Ausstellungsstück. Im rohen Zustand haben die perfekten Tagliatelle demnach eine Breite von exakt sechs Millimetern.

Nudeln mit eigener Legende

Welche Nudel hat schon eine eigene, fast märchenhafte Geschichte? Die Tagliatelle haben sie. In dieser schönen Geschichte wird die Erfindung der Nudelform dem Zeitalter der Renaissance und dem Hofkoch Zefirano zugeschrieben. Im Jahre 1487 soll er anlässlich der Hochzeit von Alfonso I. d’Este und Lucrezia Borgia die neue Nudelsorte kreiert haben. Die Inspiration dafür war angeblich die kunstvoll aufgedrehte Haarpracht von Lucrezia. Fortan sollen die Tagliatelle am Hof in der Emilia-Romagna in Form von Pasta-Nestern serviert worden sein. Nach und nach verbreitete sich dieser Geschichte zufolge die Pastasorte dann auch im Volk und über Italiens Grenzen hinaus.

Klassische Soßen für Tagliatelle

Das Besondere an Tagliatelle ist neben ihrer Form ihre Struktur. Bandnudeln sind nämlich rau und porös. Dadurch bleiben dicke Soßen besonders gut an der Nudel haften. Als Nudelkreation der norditalienischen Region Emilia-Romagna hat sich daher die Verbindung mit dem ebenfalls von dort stammenden Ragù alla bolognese angeboten. Die klassische Zubereitung von Tagliatelle erfolgt dementsprechend mit einer Bolognese.
Neben der berühmten Rinderhacksoße sind ebenso aromatische Ragouts mit Schwein, Kalb oder Kaninchen beliebte Begleiter für die Bandnudeln. Vegetarier oder Gemüse-Fans genießen hingegen würzige Gemüsesoßen oder dickcremige Sahnesoßen zu den Tagliatelle. Weit verbreitet sind zum Beispiel folgende Soßenzutaten für Tagliatelle-Gerichte:

  • Sahne
  • Lachs
  • Pilze (zum Beispiel Champignons oder Steinpilze)
  • Tomaten
  • Basilikum
  • Ei
  • Käse

Wann isst man Tagliatelle?

In Italien teilt sich eine vollständige Mahlzeit am Mittag oder Abend in vier Gänge auf. Auf die Vorspeise (Antipasti) folgt der erste Gang (primo piatto). Das sind in der Regel Pastagerichte, Suppen oder Risottos. Darauf folgt der zweite Gang (secondo piatto) mit Fleisch oder Fisch und Beilagen. Süß abgerundet wird das Menü mit einem italienischen Dessert (dolce). Tagliatelle werden in dieser Speisenfolge daher üblicherweise an zweiter Stelle serviert. Durch die reichhaltigen Soßen sind Tagliatelle aber auch schon alleine für sich ein üppiges und gut sättigendes Hauptgericht.

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