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Frikadellen

Frikadellen mit Salat
Frikadellen mit Ärdäpfel und Salat

Frikadellen

Frikadellen gehören in Deutschland zu den beliebtesten Fleischgerichten. Für die gebratenen Klößchen aus Hackfleisch gibt es so viele verschiedene Zubereitungen wie Bezeichnungen im deutschsprachigen Raum. Sie sind so beliebt und weit verbreitet im deutschsprachigen Raum, dass es zahlreiche regionale und lokale Bezeichnungen gibt — von der Boulette bis zum Fleischpflanzerl.

Woher stammt die Frikadelle?

Die Geschichte der Frikadelle beginnt vermutlich im 17. Jahrhundert zur Zeit des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Damals sollen die aus Frankreich geflüchteten Hugenotten das Hackfleischbällchen nach Berlin gebracht haben.

Die Speise bezeichneten sie auf Französisch als “Boulette” (Kügelchen), wie sie auch heute noch im Berliner und nordostdeutschen Raum genannt wird. Andere Stimmen behaupten, dass die Boulette erst Anfang des 19. Jahrhundert durch Napoleons Truppen an die Spree gebracht wurde. Das Wort Frikadelle besitzt ebenfalls einen französischen Ursprung und geht auf “Casser” zurück, was für “Zerbrechen” steht, was dem gehackten bzw. geschnetzelten Fleisch entspricht, das für die Zubereitung der Frikadelle genutzt wird.

Was die Frikadelle ausmacht

Bei Frikadellen handelt es sich um Bällchen aus Hackfleisch, die gebraten oder gegrillt gegessen werden. Die bei der Zubereitung genutzte Hackfleischmasse besteht meist aus grob entsehntem Rindfleisch sowie grob entfettetem Schweinefleisch. Frikadellen lassen sich aber problemlos auch aus purem Rinder- oder Schweinehack, Lamm- oder Geflügelhackfleisch zubereiten. Für das Grundrezept kommen neben den klassischen Gewürzen Salz und Pfeffer in Wasser oder Milch eingeweichte Brötchen oder Weißbrot hinzu, was die Frikadelle lockerer macht. Für die nötige Bindung sorgt Ei, während gehackte Zwiebeln dem Fleisch eine süßlich-deftige Note verleihen.

Moderne Rezepte peppen die klassische Frikadelle mit Kräutern oder Knoblauch auf oder füllen sie mit Käse. Dafür eignet sich zum Beispiel Feta oder ein Käse, der beim Braten in der Mitte schmilzt und sich dann als köstliche Käselava auf den Teller ergießt.

Häufige Beilagen zur Frikadelle

Meist werden zur Frikadelle Kartoffeln gereicht — als Salat, Püree oder gekocht. Ein passender Begleiter auf dem Buffet oder zum Grillabend ist auch Nudelsalat. Ähnlich einem Burger passt das Fleischklößchen auch wunderbar ins Brötchen, wobei Senf oder Ketchup nicht fehlen darf. Die klassischen Gemüsebeilagen zur Frikadelle sind in Deutschland sehr vielfältig — von Spargel über grüne Bohnen bis hin zu Blumen- oder Rosenkohl reichen sie.

So heißt die Frikadelle in den Regionen Deutschlands

  • Nordosten Deutschlands: Bulette/Boulette
  • Bayern: Fleischpflanzerl
  • Baden-Württemberg, Bayrisch-Schwaben und Franken: Fleischküchle oder Fleischküchla
  • Süd- und Westthüringen: Hackhuller, Gehackteshuller oder Huller
  • Mittel- und Ostthüringen: Gehacktesklops, Bratklops
  • Schweiz: Fleischtätschli oder Hacktätschli
  • Österreich: Fleischl(o)aberln
  • Osten von Österreich, Wien: Faschierte Laibchen

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