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Tamales

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Tamales

Tamales sind eine mexikanische Spezialität, unter der eher eine Technik als ein klar umrissenes Gericht zu verstehen ist. Für Tamales streicht man einen breiähnlichen Teig auf Maisblättern aus, füllt ihn, faltet die Maisblätter zusammen und gart sie im Wasserdampf.

Was sind tamales?

Tamales gelten heute als mexikanische Spezialität. Allerdings ist dieses Gericht in ganz Mittelamerika verbreitet. Bereits 5.000 Jahre vor Christi Geburt machten hier Frauen Tamales für ihre streitbaren Männer. Sie strichen Maisbrei auf Maisblätter, fügten würzige Füllung hinzu und garten den gefüllten Teig im Maisblatt. Tamales haben ihre eigene Verpackung und sind deshalb sofort reisefertig. Man kann sie problemlos transportieren und aufwärmen. Azteken, Maya und Inka labten sich an Tamales, wenn sie auf dem Kriegspfad waren.
Im Lauf der Jahrtausende hat sich diese Technik zu einer unübersehbaren Fülle von süßen und herzhaften Rezepten entwickelt. Die Größe, Farbe und Form von Tamales unterscheiden sich ebenso wie die Füllungen. Noch heute gibt es Füllungen aller Art: Schwein, Huhn, Rind, Käse und Gemüse landen als Füllung in den Maisblättern. Es gibt süße Tamales ebenso wie vegane Versionen.

Gemeinschaftswerk von Frauen

Tamales haben nur einen Nachteil: Die Zubereitung verschlingt viel Zeit. Traditionsgemäß arbeiteten alle Frauen einer Familie zusammen, um eine ordentliche Portion Tamales zu kochen, häufig für ein Fest. Die Vorbereitungen starteten meistens einen oder zwei Tage vor dem Verzehr. Noch heute macht niemand in Mexiko nur ein paar wenige Tamales. Normalerweise stellen die Frauen Hunderte Tamales her, die sich viele Menschen während eines Festmahls teilen. Im 20. Jahrhundert verbreitete sich die Technik von Tamales gemeinsam mit der mexikanischen Küche über den ganzen Erdball.
Für den Maisteig, die Basis der Tamales, vermischt man Maismehl mit Fett und Salz. In Mexiko verwendet man dafür meist Schweineschmalz. In Restaurants dagegen entstehen Tamales oft mit Öl, weil es sich leichter mit dem Maismehl vermischen lässt. Manche Köche verwenden pürierte Chilischoten, um dem Maismehl scharfe Würze zu verleihen. In Deutschland ist das aber eher unüblich, weil mexikanische Restaurants die Schärfe ihrer Speisen meist an deutsche Gaumen anpassen. Den Maisteig verstreicht man gleichmäßig auf trockene Maisblätter. Das erfordert Übung, denn der Teig ist recht klebrig. Nun platziert man eine Füllung in der Mitte des Teigs und faltet das Maisblatt vorsichtig zusammen. Abschließend gart man die Tamales eine Dreiviertelstunde lang in Dampf. Mexikanische Hausfrauen nehmen dafür einen speziellen Topf mit Gareinsatz, eine Tamalera.

Tamales zum Frühstück oder zum Abendessen?

In Mexiko kannst Du Tamales bereits am Morgen von Straßenhändlern kaufen. Mexikaner lieben ihre Tamales zum Frühstück, manchmal als süße Versionen mit getrockneten Früchten, Nüssen und süßen Bohnen. Diese Tamales nennt man Tamal de dulce. In den Ländern Mittelamerikas verwendet man statt Maisblättern häufig auch Bananenblätter für Tamales. Diese Tamales sind größer und dicker als Tamales aus Maisblättern. In ganz Mittelamerika isst man Tamales nicht nur zum Frühstück, sondern den ganzen Tag lang. Um dieses Gericht zu einer vollwertigen Hauptspeise zu machen, genießt man die Tamales häufig mit heißer Schokolade. In den USA sind Tamales sehr beliebt. Mexikanische Erntehelfer trugen dazu bei, Tamales in den USA zu verbreiten. Im Südwesten sind sie ein beliebtes Gericht, das speziell für Weihnachten zubereitet wird.

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