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Her heri

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Her heri

Her heri ist eine schlichte Mahlzeit aus Suriname, die einst mit westafrikanischen Sklaven nach Südamerika kam. Die wichtigsten Zutaten sind der Bakkeljauw genannte gebratene Fisch, Kochbananen und einheimische Gemüsesorten wie Maniok und Süßkartoffel, die zu einem schmackhaften Gericht kombiniert werden.

Was ist Her heri?

Her heri bedeutet wörtlich übersetzt etwa „Früchte der Erde“. Gemeint sind damit im Boden wachsende Gemüsesorten wie Süßkartoffeln, Maniok (Cassava) und Tannia. Diese wichtigen Stärkelieferanten waren ein Grundnahrungsmittel der afrikanischen Sklaven in Suriname. Ergänzt mit würzigem Bakkeljauw und fruchtigen Kochbananen ergeben sie eines der bekanntesten Gerichte der surinamisch-kreolischen Küche.

Schlichte Kost mit exotischer Note

Das heute Her heri genannte Gericht hat seinen Ursprung in der schlichten Kost der afrikanischen Sklaven, die aus ihrer Heimat auf die Plantagen Südamerikas verschleppt wurden. Ihre Ernährung bestand vor allem aus günstigen, stärkehaltigen Lebensmitteln wie Maniok (Cassava), Süßkartoffeln, Tannia (Pomtayer) und Bananen. Diese mussten sie selbst in ihrer Freizeit auf den Plantagen auf ihnen zugewiesenen Feldern anbauen. Dazu erhielten sie ab und zu eine Portion getrockneten gesalzenen Fisch, der in Suriname Bakkeljauw heißt.

Auch wenn die Zeiten der Sklaverei längst vorbei sind, hat sich diese Kost in Form des Her heri (oder Heri Heri) genannten Gerichtes bis heute erhalten. Mit surinamischen Einwanderern kam es in die Niederlande, wo es mit seinen exotischen Zutaten eine ungewohnte Neuigkeit war und auf enormen Zuspruch stieß. Inzwischen wird es auf beiden Seiten des Atlantiks genossen.

So wird Her heri zubereitet

Grundlage von Her heri sind stärkehaltige Wurzelgemüsesorten, die in Europa nicht immer leicht zu finden sind. Eine surinamische Spezialität ist die Pomtayer-Pflanze, in Österreich als Tannia und Malanga bekannt. Sie gab dem surinamischen Auflauf Pom seinen Namen und ist fester Bestandteil des Her heri. Ebenso beliebt ist Maniok, der in Streifen geschnitten zu Telo frittiert wird. Daneben finden Kochbananen, Süßkartoffeln und verschiedene Sorten der Yams-Wurzel Verwendung.

Für das Her heri wird das Wurzelgemüse gekocht und in appetitlichen Stücken auf einem Teller um eine Portion Bakkeljauw arrangiert. Dieser wird zunächst in Wasser entsalzen und anschließend in einer Pfanne mit Paradeisern, Zwiebeln und Knoblauch gebraten. Gewürze verleihen ihm eine besonders aromatische Note.

So verzehrt man Her heri

Ab und zu wird die klassische Zusammenstellung durch weitere Beilagen wie Reis oder Spargelbohnen ergänzt. Manche Köche garnieren das Gericht zudem mit hartgekochten Eiern. Wird Her heri im Restaurant serviert, sollte man es mit Messer und Gabel essen. In den eigenen vier Wänden kann bestelltes Her heri auch ganz traditionell mit den Fingern vom Teller genommen werden. Das Wurzelgemüse lässt sich ähnlich wie Pommes frites gut knabbern.

Wenn Dir das Her heri geschmeckt hat, solltest Du auch einmal andere exotische Gerichte aus Suriname wie den Auflauf Pom, das indische Bhindi Masala oder die türkischen Bamya mit Okraschoten probieren.

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