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Pom

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In der Küche Surinames verbinden sich verschiedene Einflüsse zu harmonischen Gerichten. So brachten portugiesische Siedler die Grundidee zu Pom nach Suriname. Die Einheimischen und Sklaven aus Afrika griffen das Basisrezept auf und verfeinerten es mit regionalen Produkten und den geliebten Aromen ihrer Heimatländer.

Was ist Pom?

In Suriname ist Pom ein beliebtes Gericht an Festtagen. Der aromatische Auflauf besteht aus zwei Lagen geraspelter Tannia-Knolle mit würzigem Hühnerfleisch in der Mitte. Zitronensaft, Paradeiser, Öl, Zwiebeln und Muskatnuss sorgen für den aromatischen Geschmack. Die stärkehaltige Tannia ist besonders in Südamerika und Asien verbreitet. Diese Zutat kann durch heimische Erdäpfel ersetzt werden.

Pom – ein Schmelztiegel der verschiedenen Länderküchen

Suriname ist der kleinste Staat in Südamerika und hat nur etwa 500.000 Einwohner. Nach der Entdeckung des Kontinents kamen die Europäer und mit ihnen rund 2.000 Sklaven. Das Land blieb etwa 300 Jahre eine niederländische Kolonie. Dazu siedelten sich viele portugiesische Juden in dem Staat an. So entstand eine einzigartige Küche, die die Einflüsse aus Suriname, den Niederlanden, Afrika und jüdischen Rezepten vereint. Das gilt auch für Pom, das ursprünglich von den jüdischen Familien aus Portugal mitgebracht wurde. Heute ist Pom ein Traditionsgericht in Suriname und sehr beliebt in den Niederlanden.

Für den Auflauf werden Hühnerstücke in einer Soße aus Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Paradeiser und Butter gekocht. Anschließend verfeinert man die Soße, aus der die Fleischstücke entnommen werden, mit Zitrus- oder saurem Orangensaft und Muskatnuss und vermischt sie mit roher, geriebener Tannia-Knolle. Das Hühnerfleisch kommt zwischen zwei Lagen Tannia und wird im Ofen gebacken. Am besten schmeckt Pom, wenn man ihn eine Nacht ziehen lässt.

Was ist Tannia?

Tannia (Xanthosoma sagittifolium) ist ein Aronstabgewächs, das in weiten Teilen Südamerikas vorkommt und ähnlich dem Erdapfel stärkehaltige Wurzelknollen ausbildet. In Suriname landen die kleinen, feinen Knollen in der Küche, während die großen als Viehfutter dienen. Roh schmeckt Tannia wenig attraktiv und verursacht ein pelziges Gefühl im Mund. Nach dem Garen der geriebenen Pflanzenteile entsteht ein zäher, angenehmer Brei, der sich ausgezeichnet würzen lässt.

Ursprünglich gehörten Erdäpfel zu Pom, daher kommt auch der Name (Pommes de terre). Diese Zutat fanden die Siedler in Suriname allerdings nicht. Deshalb lernten sie Tannia als leicht zu beschaffenden Ersatz kennen und lieben.

Welche Beilagen gehören zu Pom?

Frischer, heißer Pom schmeckt besonders gut mit gekochtem Reis und gedünstetem Gemüse. Sollte etwas des köstlichen Auflaufs übrigbleiben, ist das kein Problem. Denn Pom wird in Suriname nicht nur warm genossen, er passt auch hervorragend als Belag aufs Brot oder auf eine Semmel. Pom-Semmeln sind ein beliebter Snack, der in Suriname in vielen Imbissbetrieben angeboten wird.

Wenn Pom Deinen Geschmack trifft, dann spricht Dich bestimmt auch die Tortilla aus Spanien an, ein saftiges Omelett aus Eier und Erdäpfeln, oder das indische Aloo Gobi, ein trockenes Curry aus Erdäpfeln und Karfiol in einer aromatischen Creme auf Garam-Masala-Basis.

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